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Weltreisen

  • Es wird mit Ausnahme der renommierten Tiroler Musikkapellen Wilten, Swarovski oder Kaiserjäger wenige Musikkapellen in unserem Land geben, deren musikalische Auftritte die halbe Weltkugel umfassen . Ausschlaggebend für diese eindrucksvollen Weltreisen ist einerseits der Umstand, daß die Gemeinde St. Antnon eine Partnerstadt in Japan hat und andererseits mit der Bewerbung und Durchführung der ALPINEN SKI WM 2001 der Werbeträger „Blasmusik“ für unseren Ort voll mit eingebunden wurde und führende St. Antoner Persönlichkeiten, wie TVB Obmann Adi Werner und Bürgermeister Herbert Sprenger, alles daran setzten, St. Anton mit ihrer Musikkapelle international zu repräsentieren.

  • Konzertreise von 19.1. 1995 bis 25.1.1995 nach Japan NOZAWA ONSEN

    Nach langer Vorbereitungszeit startete im Jänner 1995 die Musikkapelle St. Anton mit 52 Mitgliedern und einer großen Zahl an Gemeindevertretern Richtung Japan. Die Reise begann gleich einmal mit einer Panne und der Doppelstockbus gab auf der Autobahn Richtung Flughafen Zürich seinen Geist auf. Ein Ersatzbus mußte angefordert werden und sämtliches Gepäck samt Instrumenten mußte auf der Autobahn umgeladen werden – nur mit Müh und Not konnte noch das Flugzeug zum Abflug erreicht werden. Nach 12 Stunden Flugzeit wurde Tokio erreicht und ein Transfer zu unserer Partnergemeinde nahm noch einmal 8 Stunden in Anspruch. Die Unterbringung erfolgte in zwei Privatpensionen mit original japanischer Lebensweise und auch das Tragen des Kimonos war für alle eine Selbstverständlichkeit und selbst die oft nicht ganz einfach zu definierenden japanischen Gerichte“ mundeten je länger je besser. Gleich nach unserer Ankunft in Nozawa Onsen fand auch unserer erstes Konzert statt und anläßlich eines Partnerschaftsabend wurde vor einer großen Zahl an Ehrengästen konzertiert und Tiroler Blasmusik dargebracht. Viele weitere Auftritte und Aufmärsche folgten und Höhepunkt dieser Reise war sicherlich die musikalische Teilnahme an der Eröffnungsfeier des INTERSKIKONGRESSES, zu dessen Anlaß die ganze Delegation eigentlich angereist war. Selbstverständlich wurden auch japanische Klänge zum besten gegeben und mit einem japanischen Volkslied spielten wir uns in die Herzen der Japaner. Für viel Stimmung sorgte auch unsere kleine Partie „perger blech“ welches oft bis in die Morgenstunden für Unterhaltung sorgte. Am 24.1.wurde von Nozwa Onsen Abschied genommen und es folgte der Transfer in die Stadt Tokio, wo noch eine Nacht zugebracht wurde.. Dort wurden noch diverse Sehenswürdigkeiten besucht, Einkäufe getätigt und ein Gruppenfoto vor dem Kaiserpalast wurde im Andenken an diese „Weltreise“ aufgenommen. Höhepunkt in Tokio war aber die Unterbringung im Tokio „HILTON HOTEL“, wo im 35 Stock mit Traumaussicht auf die Stadt genächtigt wurde. Standesgemäß begab man sich dann am Abend noch in das in der Nähe des Hotels gelegene TOKIO HOFBRÄUHAUS, wo diese Reise ihren Abschluß finden sollte. Am 25. 1 erfolgte dann zeitig der 12 stündige Rückflug nach Europa. In Zürich erwartete und dann ein starker Sturm mit argen Turbolenzen und das Landemanöver schien doch ein wenig Sorgen unter den „Weitgereisten“ zu verbreiten und manch einer gar den glücklichen Ausgang dieser Weltreise in Frage stellte. Schlußendlich betrat man dann aber doch wieder heil europäischen Boden und eine „Traumreise“ für alle Teilnehmer der Musikkapelle St. Anton war zur Wirklichkeit geworden. Etwas müde aber voll von neuen Eindrücken und Erfahrungen und vielen Stunden toller Kameradschaft kehrten wir gegen 22.00 Uhr nach St. Anton zurück.

  • Konzertreise von 28.5. 1998 bis 1.6.1998 nach Istanbul

    1998 führte uns eine 5 tägige Konzertreise nach Istanbul, um aus Anlaß des 225 jährigen Bestehens der Technischen Universität Istanbul ein Galakonzert in der dortigen Aula zu spielen. Diese Konzert- und Kulturreise wurde in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Kulturinstitut und Professoren vom österr. St. Georg Kolleg in Istanbul organisiert und geht auf Eigeninitiative unseres Vereines zurück. 53 Mitglieder nahmen daran teil und der Abflug erfolgte diesmal von München aus und ohne Schwierigkeiten erreichten wir mit all den vielen Instrumenten gegen Abend das in zentraler Lage gelegene Hotel für unsere Unterkunft Von hier aus konnten die meisten Sehenswürdigkeiten dieser herrlichen Stadt wie die Hagia Sophia, Blaue Moschee, Topkapi Palast, Yerebatan Zisternen und natürlich der großte gedeckte Bazar binnen wenigen Minuten zu Fuß erreicht werden. Die Abendessen auf der Dachterasse unseres Hotels mit Blick auf kaum 100 m luftlinie entfernte „Hagia Sophia“ wird wohl unvergessen bleiben und es versteht sich von selbst, daß ein Großteil der Zeit in Istanbul der Erkundung dieser kulturellen Baulichkeiten gewidmet war. Selbstverständlich wurde auch der asiatische Teil dieser auf zwei Kontinenten gelegene Metropole besucht. Musikalischer Höhepunkt dieser Reise war aber ein zweistündiges Galakonzert in der neu renovierten Aula der technischen Universität Istanbul. Ein eigens für diesen Anlaß eingespieltes Programm - hauptsächlich österr. Literatur gewidmet - tat sein „Übriges“ und mit dem Donauwalzer, Leichte Kavallerie, Florentinermarsch usw. konnte das zahlreich erschienene türkische Publikum restlos begeistert werden und mehrere Zugaben wurden eingefordert. Ein beeindruckender Abend für uns Musikanten. Am Sonntag folgte dann die Einladung des österr. St. Georgskolleg in deren Schule samt angeschlossenem Spital. Eine hlg. Messe eröffnete den Festtag und diese wurde von Bläsern unserer Musikkapelle mitgestaltet. Ein anschließender Frühschoppen samt Konzert im Schulhof gestaltete sich zu einem waren Freundschaftsfest und es wurde bis spät in den Nachmittag hinein zu den Klängen unseres „perger blech“ getanzt und gesungen. Mit dem Dank an unsere Freunde und Organisatoren in Istanbul – namentlich Josef und Traudi Gutkauf – und im Bewußtsein wieder etwas einmaliges erlebt zu haben, verließen wir Istanbul in den frühen Morgenstunden des Montages und kehrten voller neuer Eindrücke und tollen Tagen der Kameradschaft wieder vollzählig und gesund nach St. Anton zurück.

  • Alpine SKI WM 1999 Vail USA von 7.2.bis 16.2.1999

    In diesen Tagen führte uns Musikanten/innen eine weitere Weltreise über den großen Teich in die USA um dort in VAIL musikalisch an der ALPINEN SKI WM 2000 teilzunehmen.Teilgenommen daran haben 55 Musikanten/innen – 14 davon von der Musikkapelle St. Jakob.

     

    Wie eingangs bereits erwähnt, verdanken wir auch diese Reise dem unermüdlichen Wirken unseres TVB Obmannes Adi Werner, der in Verbindung mit Bürgermeister Herbert Sprenger und Karl Schranz die Idee dieser Reise geboren und schlußendlich auch durchgesetzt hat. Unserer Abreise sollte am 8.2. in den frühen Morgenstunden erfolgen, mußte aber auf Grund der seit Tagen heftigen Schneefälle kurzfristig auf den Abend des 7.2. vorverlegt werden, da am frühen nachmittag des 7.2. St. Anton auf dem Straßenwege bereits komplett abgeschnitten war und nur mehr mittels Bahn St. Anton Richtung Westen verlassen werden konnte. Aber auch dieser Betrieb war stündlich von der Schließung bedroht. Es erfolgte eine „Blitzaktion“ der beiden Obmänner von St. Anton und St. Jakob und alle Teilnehmer wurden zur sofortigen Abreise Richtung Zürich einberufen, was erstaunlicher Weise auch gelang. Die St. Jakober Musikanten des Ortsteiles Gand waren schon zur Gänze von St. Anton abgeschnitten und mußten sich durch meterhohen Schnee Richtung Bahnhaltestelle kämpfen um dort vom letzten noch fahrenden Zug mit auf die Reise genommen zu werden, der dort einen Sonderstop einlegen mußte. Eine ungeplante Nächtigung im Hilton Hotel in Zürich entschädigte ein wenig für die doch bangen Stunden der vorzeitigen Abreise. Der Abflug nach Denver mit Umsteigen in Cincinnati verzögerte sich dann am nächsten Tag noch um Stunden und nach erst nach einer Gesamtreisezeit von über 24 Stunden ab Zürich bezogen wir in den späten Nachtstunden unsere Appartements in Vail. Die Gemeinde Vail liegt auf einer Seehöhe von über 2500 m und die dünne Luft machte doch einigen Musikanten beim Spielen Probleme.Unser erster Auftritt erfolgte dann Dienstag mit einem Aufmarsch durch VAIL und waren die Veranstalter dieser WM im Vorfeld dieser Reise über unser „Kommen“ nicht sehr angetan, spätestens jetzt wurde ihnen bewußt, welch Schwung eine Tiroler Musikkapelle in einen „verschlafenen“ Ort bringen kann. Die Folge davon war, daß wir viele eigentlich nicht geplante Zusatzauftritte absolvieren mußten und viele TV Stationen sich für unser Spiel interessierten und Aufnahmen mit uns machten . Es folgten insgesamt 17 verschiedenen Ausrückungen und Auftritte in VAIL. Höhepunkte unseres musikalischen Wirkens in VAIL waren aber neben der Mitwirkung bei der Schlußfeier und Übergabe der FIS Fahne an St. Anton sicherlich die Siegerehrung für Weltmeisterin Alexandra Meißnitzer mit spielen der österr. Bundeshymne und das Spielen der amerikanischen Hymne vor Beginn des Herrenslaloms vor tausenden Zuhörern im Skistadion.

     

    Aber selbstverständlich wurde die Gelegenheit in den USA auch genützt, ein wenig die nähere Umgebung kennenzulernen und Ausflüge führten uns in das mondäne ASPEN und nach Breckenrige, einem verträumten Goldgräber Nest. Die Tage waren geprägt von toller Kameradschaft und die gemeinsame Betätigung reichte von Skifahren über Schwimmen in „Hot Springs“ bis zum Skidoofahren in nächtlicher Stunde auf über 3000 m Seehöhe oberhalb von VAIL. Wie uns bei unserer Abreise von den Veranstaltern mitgeteilt wurde, wäre ohne unsere musikalische Teilnahme die WM in VAIL um vieles ärmer gewesen und auch FIS Präsident Gianfranco Kasper lobte unser Engagement. Bei starkem Schneefall erfolgte die Abreise Richtung Denver und eine kurze Stadtrundfahrt vermittelte uns noch einen Eindruck über dieser Metropole. Der Rückflug führte uns über Atlanta wieder nach Europa zurück und auch die dritte große Reise unserer Musikkapelle ist zur Zufriedenheit aller mit bleibenden Eindrücken zu Ende gegangen.

     

    Nachsatz: Während unseres Aufenthaltes in den USA sind weitere große Schneemengen in St. Anton gefallen und wenige Tage nach unserer Rückkehr setzten wieder heftige Schneefälle ein und führten zu einem bislang nicht gekannten „Schneechaos“. St. Anton war tagelang von der Außenwelt komplett abgeschnitten und selbst unserer Probelokal durfte auf Grund der prekären Lawinensituation nicht mehr betreten werden. Höhepunkt dieser dramatischen Ereignisse waren die Lawinenunglücke in unserem Nachbartal Paznaun. St. Anton ist aber trotz vieler Lawinenabgänge , von größerem Unglück verschont geblieben.

  • und "andere"

    Unsere Musikanten sind schon immer gerne gereist und dies läßt sich anhand der hohen Zahl aller seit 100 Jahren getätigten und aufgezeichneten Ausflüge und Reisen gut feststellen. Waren es anfangs nur Tagesausflüge in die nähere Umgebung so folgte 1932 bereits ein zwei Tagesausflug nach Arosa in die Schweiz, bei welchem aber dem Kassier angesichts der hohen Schweizer Preise das Geld zum bezahlen der Rechnungen ausgegangen ist und Obmann Schneider Hannes mit einem Schweizerfranken Kredit aushelfen mußte. Zwei interessante Tagesausflüge führten unsere Musiker 1945 nach Lindau und Landeck um die für die franz-ösischen Besatzungsmacht Ständchen darzubringen. In Lindau hatte man gar die Ehre vor dem Sultan von Marokko zu konzertieren. 1948 führte ein Tagesausflug mit Konzert nach Grins um an der Dorfeinweihung nach dem verheerenden Großbrand teilzunehmen. Die Anreise erfolgte mit Zug bis Pians und anschließend begab man sich zu Fuß Richtung Grins. Ab 1952 wurde dann fast jährlich ein eintages oder mehrtages Ausflug abgehalten und gefahren wurde immer in Tracht und meistens wurde dann noch irgendwo ein Standkonzert dargebracht. Die Ziele liegen meist in Österreich, aber auch Südtirol und Bayern werden angefahren. Hin und wieder werden auch die Frauen mit auf die Reise genommen und nicht selten klagt der Obmann über zu intensive „Kameradschaftspflege“ welche oft mit Beschwerden div. Gasthausbesitzer verbunden war. Selbst der Bau der Europabrücke animierte die Musikanten zu einem Ausflug und ist in der Chronik mit „1 Tag ohne Frauen, schlechtes Wetter aber gute Stimmung“ umschrieben. 1975 findet die erste von mehreren Wienreisen über Einladung der Fam. Dr. Walter Schön statt und mehrere Werbereisen mit Hospizwirt Adi Werner bringen uns nach Belgien, Holland und Frankreich. 1985 nimmt die Kapelle am österr. Bundesmusikfest in Wien teil und ein Karnevalsclub lädt uns nach Koblenz am Rhein ein. Die bisher intensivste Reisezeit in unserer Geschichte beginnt ab dem Jahre 1992 und nicht selten werden mehrere Reisen im Jahr unternommen, wobei neben den drei Weltreisen die Konzertreisen nach Venlo (Holland), Wellenstein (Luxemburg) Deutschlandsberg (Steiermark), Schlanders (Südtirol), und Mitwirkung beim Oktoberfestzug in München besondere Erlebnisse waren. Mehrere kameradschaftliche Freundschaften mit Musikkapellen - Wellenstein, Deutschlandsberg sowie den Schützen aus Schlanders wurden geschlossen und werden in Zukunft auch weiter gepflegt werden.