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Arlberger Musikfest

  • Schon ein halbes Jahrhundert wird jedes Jahr das ARLBERGER MUSIKFEST begangen. Es ist dies immer wieder Anlass und Freude, dass sich die Musikanten diesseits und jenseits des Arlbergs treffen, um gemeinsam zu musizieren und zu feiern..

     

    Die Idee der Gründung des Arlberger Musikfestes ging von Lech aus. Bereits im Jahre 1951 haben der damalige Obmann der Trachtenkapelle Lech, KR Johann Schneider mit Kapell-meister Iganz Erne den Vorschlag gemacht, rund um den Arlberg die benachbarten Kapellen von St. Anton, Klösterle gemeinsam mit Lech zu einem ARLBERG BÜNDNIS zusammenzuführen, um alljährlich abwechselnd in einem der drei Orte ein musikalisches Treffen zu veranstalten.

     

    Der damaligen Obmänner und Kapellmeister - Othmar Sailer und Franz Salzmann aus St.Anton sowie Urban Strolz und Ludwig Neururer aus Klösterle waren von dieser Idee schnell begeistert und bereits im Juli 1951 fand in Lech das 1. Arlberger Musikfest statt. In den folgenden Jahren wurde dieses Musikfest wie vereinbart dann abwechselnd in den Orten Lech, St. Anton und Klösterle durchgeführt. Im Jahre 1954 trat die Harmoniemusik Wald ohne langem Zögern als viertes Mitglied diesem Bündnis bei, Obmann war Karl Studer und Kapellmeister Edmund Drissner. Seit diesem Jahr findet ohne Unterbrechung nun das ARLBERGER MUSIKFEST abwechselnd in diesen vier Gemeinden statt

    Ende Juli 2000 wurde daher das 50 Gründungsfest feierlich begangen und dieses fand dem „Rad“ ensprechend in Klösterle statt. Ein großer Festumzug mit vielen befreundeten Kapellen gab der Veranstaltung den würdigen Rahmen und die drei Arlbergkapellen Lech, Wald und St. Anton spielten zum Konzert auf. Bei einem Festabend im Oktober in Lech konnte das einzige noch aktive Mitglied seit der Gründung geehrt werden und dies ist unser Bassist Mussak Erwin.

     

    Angemerkt sei auch hier, daß im Zuge dieser Zusammtentreffen ein typischer Vorarlberger Brauch langsam auch nach Tirol eingesickert ist. Die Rede ist vom „Festführer“ dessen ehrenvolle Tätigkeit es ist, eine Musikkapelle mit Speis und Trank während eines Konzert-nachmittages bei diesen Treffen zu verpflegen. Als Dank dafür darf der Festführer dann auch noch einen Marsch dirigieren und nicht selten marschiert die ganze Kapelle noch mit dem Festführer nach Hause um dort auch noch ein wenig weiterzufeiern. Dass dieser Brauch nicht nur sehr gesellig ist, sondern den Verein auch finanziell sehr entlastet, wurde von unsTirolern auch gleich einmal erkannt und seit vielen Jahren ist die „Festführertätigkeit“ auch in St. Anton zur Tradition geworden und viele wohlgesinnte Bürger unterstützen uns damit sehr und wir sind ihnen zum großen Dank verpflichtet.

     

    Unser freundschaftlicher und musikalischer Gruß gilt daher all jenen Musikanten/Innen, die diese Idee mit ihrem Wirken nun schon 50 Jahre hochleben lassen. Möge deren Idealismus nachfolgenden Generationen Ansporn sein, damit dieses kameradschaftliche Miteinander auf beiden Seiten des Arlbergs weiterhin Bestand hat.