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Durch den Arlberg

  • Informationen zum Werk

     

    Der k.u.k. Militärkapellmeister Wendelin Kopetzky (geb. 1844 – 18.05.1899) war zunächst beim Feldjägerbataillon 29 angestellt und wechselte dann zur Kriegsmarine (1869 – 1871). Die längste Zeit jedoch war er Regimentskapellmeister (1871 – 1899) beim Infanterieregiment Nr. 73, dessen Hauptergänzungsbezirk Eger (Okres Cheb)war. Hier komponierte er auch den berühmten „Regimentsmarsch des k.u.k. IR Wilhelm Herzog von Württemberg Nr. 73 mit Text im Egerländer Dialekt“, kurz „Egerländer Marsch“ genannt.


    Den Marsch „Durch den Arlberg“ komponierte er anlässlich der Durchschlagfeier
    am 19. November 1883 des Arlberg-Bahntunnels. Dieser Marsch wurde vom Komponisten dem Bauunternehmer Giacomo Ceconi gewidmet, der dieses kühne Bauwerk mit tausenden von Arbeitern umgesetzt hat.

    Die Komposition fand großen Gefallen und im Dezember 1883 wurde im Anzeigenblatt „Der Bote“ vermeldet, dass der so beliebte Marsch „Durch den Arlberg“ nunmehr auch für Piano erschienen sei und zum Preis von 45 Kreuzern beim Musikverlag Johann Gross in Innsbruck gekauft werden kann.

    Die Arlbergbahnlinie wurde über mehr als ein Jahrhundert zur Erfolgsgeschichte, der Marsch „Durch den Arlberg“ weniger – in späterer Folge verlieren sich die Spuren dieses Marsches und auch in den Archiven unserer Musikkapelle war das Stück nicht mehr aufzufinden. Lediglich im Werksverzeichnis des Komponisten scheint dieser unter Opus 439 auf.

     

    Im Jahr 2010 – also 127 Jahre nach der Uraufführung – hat der Enkel des Bauunternehmers Ceconi, Herr Milan Lusser aus der Schweiz, eine Kopie der Klavierpartitur aus dem Jahre 1883 (zu finden im Anhang der Partitur) an die Gemeinde St. Anton am Arlberg gesendet und mitgeteilt, dass die Noten aus dem Nachlass seines Großvaters stammen. „Und es wäre doch etwas besonderes, im Andenken an seinen Großvater, aber auch zu Ehren von allen Tunnelpionieren zwischen 1880 und 1884, diesen Marsch wieder neu aufzuführen.“

    Die Klavierpartitur wurde an den Kapellmeister Günther Öttl übergeben, welcher diesen Marsch für Blasorchester neu arrangierte um dadurch ein Stück Heimatgeschichte wieder musikalisch neu aufleben zu lassen. Das Notenmaterial wurde von Mag. Andreas Öttl so finalisiert, dass der Marsch nun käuflich erworben werden kann.

     

     

     

    Günther Öttl, geb. 1978 ist von Beruf Lehrer an der Neuen Mittelschule in St. Anton am Arlberg und trat der Musikkapelle St. Anton im Jahre 1988 als Schlagzeuger bei. Im Januar 2008 hat er den Taktstock von seinem Vater und Ehrenkapellmeister Serafin Öttl übernommen.
    Seine musikalische Ausbildung erhielt er an der Landesmusikschule Landeck (Schlagzeug), am damals noch Musisch Pädagogischen BORG Landeck (Klavier) und in weiterer Folge an der Pädagogischen Akademie der Diözese Innsbruck in Stams. Ebenfalls in Stams absolvierte er von 1999 – 2001 die viersemestrige Ausbildung zum Blasorchesterleiter unter den Professoren Alois Wille und Hans Eibl. Seit Dezember 2003 ist Günther Öttl Organist in St. Anton am Arlberg.

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